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Wissen meets
Management
Die Wissenschaften, egal ob Geistes- Sozial- oder Naturwissenschaften gelten als größte Errungenschaft des Menschen. In den tausenden Jahren der menschlichen Kultur haben diese einen immerwährenden Prozess durchlaufen, dessen Ende auch heute noch nicht abzusehen ist – denn der Prozess der Wissenschaften wird sich so lange weiterentwickeln, wie es Menschen gibt. Heute ist die Wissenschaft ein allgemeines Gut, das– wie könnte es heutzutage anders sein- auch gemanagt werden will.
Der Begriff des Wissensmanagements
Der Begriff Wissensmanagement ist einer, der viele Bereiche zusammenfasst. Genau genommen betitelt der Begriff nämlich viele verschiedene Maßnahmen, Strategien und Tätigkeiten, die eine Gemeinsamkeit haben: nämlich das Ziel, einen optimalen Umgang mit den Wissenschaften zu ermöglichen. Das klingt jetzt relativ schwammig, daher sollen hier noch kurz die verschiedenen Disziplinen genannt werden, die sich mit dem Wissensmanagement beschäftigen. Das sind zum einen Informatik und Wirtschaftsinformatik, und zum anderen Sozialwissenschaft und Pädagogik. Am klarsten ist natürlich der Zusammenhang zur Informationswissenschaft, welche sich ja schon per Definition mit Informationen und Wissen befasst.
Die Anwendungsgebiete und Modelle des Wissensmanagements
Wissensmanagement kann sich auf verschiedene Zielgruppen beziehen, das sind zum einen Einzelpersonen aber auch Unternehmen. Unterschieden wird dann zwischen persönlichem und organisatorischem Wissensmanagement. Das Fach beschäftigt sich mit den Methoden der Einflussnahme auf die Wissensbasis eben jener Zielgruppen. Das Fach Wissensmanagement bedient sich einiger Modelle, eines der populärsten stammt von zwei japanischen Wissenschaftlern, Ikujiro Nonaka und Hirotaka Takeuchi. Dabei greifen sie einen Begriff auf, der davor von Michael Polanyi, ein ungarisch- britischer Philosoph, Chemiker, geprägt wurde, nämlich den des impliziten Wissens. Um das Modell von Nonaka und Takeuchi zu verstehen, muss man sich zuerst also mit diesem Begriff vertraut machen. Das implizite Wissen wird auch oft „stilles Wissen“ genannt und meint all jenes Wissen, dass man abrufen kann, ohne dabei zu wissen wie man das eigentlich tut. Das Wissen steckt im Können, nur die Worte fehlen, um dieses Können auch zu beschreiben. Dafür gibt es sehr viele Beispiele – der Mensch kann schließlich einiges, ohne darüber nachzudenken und dieses Können näher zu hinterfragen. Nun aber zurück zum Modell von Nonaka und Takeuchi. Nach diesem, im 1995 veröffentlichten Buch „The Knowledge Creating Company“ vorgestellten Modell, wird Wissen durch die ständige Transformation von impliziten und expliziten Wissen erzeugt. Weiters dienen auch 6 Kernprozesse und 8 Bausteine des Wissensmanagements zum besseren Verständnis des Fachs. Diese wurden von dem Trio Probst, Raub und Romhardt erarbeitet und 2006 im Buch „Wissen managen“ veröffentlicht. Im Wissensmanagement unterscheidet man beispielsweise zwischen den Bausteinen Wissensziele, Wissensbewertung, Wissensnutzung und Wissensverteilung. Diese hängen eng miteinander zusammen und bilden einen Prozess, durch den sozusagen der Kreislauf des Wissens nachvollzogen werden kann.

