Gehirndoping


Wie schön wäre es, wenn man mit Gehirndoping seine Lerneffizienz massiv steigern könnte. Dabei gibt es auf dem Markt diverse Angebote, die alle miteinander wahre Wunder prophezeien möchten.

Gehirndoping bezieht sich in erster Linie auf die geistige Leistungsfähigkeit. Es soll Müdigkeit ausgeschaltet und Wachheit angeregt werden. Nicht wenige Menschen, die geistig zu arbeiten haben, also auch Studenten, greifen dabei immer wieder zu chemischen Mitteln. Hier sind als wesentliche Vertreter Amphetamine und Methylphenidat, auch bekannt unter dem Namen Ritalin, zu nennen. Diese Wirkstoffe werden besonders bei Kindern zur Behandlung des sogenannten Aufmerksamkeitsdefizit Syndroms verwendet. Auch der Wirkstoff Modafinil macht von sich reden. Er wird gegen die sogenannte Narkolepsie eingesetzt, eine Krankheit, die dafür sorgt, dass Menschen von jetzt auf gleich ohne erkennbaren Grund einschlafen. Dieser Effekt wird ausgesetzt und das Gehirn wird für die Dauer der Einnahme wach gehalten.

Natürlich kann man mit diversen Mitteln, vielleicht sogar in Kombination mit einer entsprechenden Dosis Koffein, die Leistungsfähigkeit steigern. Mediziner warnen allerdings davor. Es stellt sich letztlich die Frage, wie sinnvoll es überhaupt ist, sein Gehirn im permanent wachen Modus zu halten. Inwieweit kann der junge Mensch sich überhaupt noch auf natürlichem Wege entspannen, wenn er seinem
Gehirn dauernde Höchstleistungen abfordert? Es ist auch nicht zu vergessen, dass all diese Wirkstoffe im Normalfall bei kranken Menschen angewendet wird - inwieweit diese Stoffe für einen gesunden Körper sinnvoll sind und wie groß die Schäden sind, ist nicht ausreichend erforscht. Letztlich begibt sich der Student in einen andauernden Kreislauf aus aufputschenden und beruhigenden Mitteln - der natürliche Biorhythmus ist gestört. Aus einem solchen Kreislauf auszusteigen, dürfte auch nach der Prüfungsphase schwierig werden und natürlich auch nicht ohne die entsprechenden Nebenwirkungen ausgehen.

Aber natürlich kann man Gehirndoping auch mit natürlichen Mitteln betreiben: Ginkgo etwa regt die Durchblutung und die allgemeine Leistungsfähigkeit an. Hier ist zu bedenken, dass es sich um ein natürliches Mittel handelt, das einen gewissen Vorlauf benötigt, bis man die Wirkung wirklich verspürt.

Den meisten Studenten reicht eine ordentliche Tasse Kaffee, um dem Prüfungsstress gewachsen zu sein.