Führungskräftetraining als Sprungbrett für die Karriere

23 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland haben mit ihrem Arbeitgeber geistig bereits abgeschlossen, 66 Prozent machen Dienst nach Vorschrift und nur 11 Prozent identifizieren sich mit ihrem Arbeitgeber. In Zahlen bedeutet dies einen volkswirtschaftlichen Schaden von etwa 100 Milliarden Euro jährlich. Das ist das Ergebnis einer Umfrage von Gallup aus dem Jahre 2009/2010.

Der direkte Chef der Mitarbeiter ist laut Gallup fast immer der Grund für diese erstaunlichen Zahlen.

Diese Zahlen verwundern nicht mehr so sehr, wenn man sich den Werdegang von Führungskräften in Deutschland anschaut. Das deutsche Bildungssystem ist schon ab der Grundschule auf Auslese ausgerichtet, nur die Besten kommen weiter, die Schwächeren bleiben zurück. Das setzt so bis zum Abschluss fort und ändert sich an der Hochschule und Universität nicht. Was zählt, ist die fachliche Leistung. Es besteht daher für junge Menschen keine Veranlassung, sich hinsichtlich des Umgangs mit Menschen - im wahrsten Sinne des Wortes - auszubilden.

Wie die oben dargelegten Zahlen verdeutlichen, ist dies ein Fehler im System, dessen Folgen angehende Führungskräfte aus eigenem Antrieb ausgleichen müssen. Ein Führungskräftetraining ist somit unabdingbar, wenn junge Menschen in ihrer später Karriere Führungspositionen übernehmen wollen oder müssen. Mit dem Führungskräftetraining sollte so früh wie möglich begonnen werden, denn nach der Ausbildung wird dafür kaum mehr Zeit sein. Zudem erlernt man den Umgang mit Menschen umso leichter und besser, je jünger man ist.

Ein solches Führungskräftetraining zeigt die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse auf, wie man als Leiter eines Teams optimale Leistungen erzielen kann - für das Unternehmen, für die Mitarbeiter und natürlich auch für sich selbst. Es räumt auch mit vielerlei Vorurteilen auf, die bei vielen Vorgesetzten und angehenden Vorgesetzten in Bezug auf die Methoden der Mitarbeiterführung immer noch vorherrschen. Es reicht eben schon lange nicht mehr, mit dem Gehaltsscheck zu wedeln und einen großen Dienstwagen anzubieten. Den meisten Mitarbeitern sind heute andere Dinge wichtig. Dies erkennen zu können, setzt aber eine durchaus selbst kritische Haltung moderner Führungskräfte voraus und insbesondere die Fähigkeit, berechtigte Kritik an der eigenen Person anhören zu können und danach die entsprechenden Konsequenzen daraus zu ziehen.

Allein dieser kurze Abriss zeigt auf, dass für angehende Führungskräfte ein kontinuierliches Führungskräfteentwicklung unabdingbar ist.